Wer bin ICH?
Bei einem gedanklichen Kontakt mit früheren Philosophen räumen dieselben vermutlich unumwunden ein, sie würden auf dem Stand von Wissen heute mit den zwischenzeitlich erfolgten Paradigma-Wechsel [Albert Einstein; Materie = Energiebindung; Zeitbegriff als 4. Koordinate im Raum usw.] vielleicht anders denken wie zu ihrer Lebzeit.
Ein Beispiel, wie verwirrend [frühere] Philosophie und Metaphysik heute möglicherweise sein kann: die Trennung von Ich-Erkenntnis und einer angeblichen Selbst-Erkenntnis durch Auflösung vom Ich [Ego].
Narziss von Caravaggio (1573 - 1610)
Lebewesen, genauer Säugetiere in der Fauna auf der Erde mussten schon von jeher zwingend das lebensnotwendige Wasser trinken. Völlig natürlich und folgerichtig wurde von Menschen irgendwann erkannt, das Bild im Wasser beim trinken spiegelt die Trinkenden selber, das "selbst" wird zum "ich".
Selbst-Erkenntnis ist so gesehen die Ich-Erkenntnis mit einem Spiegel.
Aus diesem Zusammenhang kann die Frage entstehen: Wer bin ich? Das ICH entsteht als Resultat von zwei sich gegenseitig zwingend bedingender gegensätzlicher und natürlicher Tatsachen [Polarität], nämlich von weiblicher Eizelle und männlicher Samenzelle.
Dieses ICH bildet eine grundsätzliche Annahme [Axiom]; die logische EINS als Gegensatz zur NULL.
Zu beachten ist eine weitere Grundannahme: Damit ein Mensch überhaupt irgend etwas denken kann, muss zwingend ein erster Vergleich und eine erste Unterscheidung mit etwas stattfinden können. Diesem Zweck dient die Annahme [Axiom] einer gedachten Einzigartigkeit [Singularität], welche wahlweise in einer Vorstellung von Ordnung oder von einem Chaos bestehen kann. Diese erste Dualität bedingt sich in der Folge gegenseitig.
Aus dieser gedachten Singularität resultiert die Folgerichtigkeit [Logik], global schon immer in allen Kulturen: Das Ganze besteht im alles und im nichts und ist erkennbar im bekannten und im noch zu erkennenden unbekannten. Bekannt ist die logische EINS [ICH-SELBST] im Gegensatz zur NULL als ein Resultat der sich gegenseitig bedingenden Polarität von Frau und Mann.
Allerdings, eine Vorstellung vom Chaos ist dem komplizierten Ganzen gegenüber die einfachste Variante, weil Chaos nicht erfasst werden kann und sich, so gesehen, weiteres Denken insofern erübrigen würde, als damit nicht neue menschliche Wirklichkeit aus dem Chaos herausgelöst wird.
weiterlesen ... Die Seele als eigene Mitte.
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